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Jenseits von Schadenprävention: Wie lässt sich Risikoqualität verbessern?

Von Alfred Wimmer, Projektleiter für Industrie- und Gewerbeschäden bei BELFOR Österreich, erschienen in AssCompact Österreich, August 2026.

Versicherungsschutz für Industriekunden gegen Hochwasser und Starkregen ist heute in Österreich oft schwer zu bekommen. Was bleibt Maklern, wenn Versicherer Risiken nicht oder nur eingeschränkt zeichnen? Ich schlage vor, den Blick zu erweitern: weg von der reinen Exponierung, hin zur Risikoqualität.

Deckung ist das Ziel, Versicherbarkeit ist das Problem

Versicherer zeichnen selektiver: Klimarisiken verändern die Bewertung von Hochwasser und Starkregen, und auch das Feuerrisiko bleibt relevant.

Gleichzeitig sind an vielen Standorten die naheliegenden Präventionsmaßnahmen bereits umgesetzt. Mehr geht oft kaum noch – oder nur zu Kosten, die wirtschaftlich schwer vertretbar sind.

Die Exponierung bleibt. Ein Unternehmen kann seinen Standort nicht einfach schließen und die Produktion verlagern. Und beim größten Kostentreiber im Schadenfall – der Betriebsunterbrechung – liegen Unternehmen und Versicherer häufig weit auseinander.

Einfach „härter verhandeln“, oder?

Reicht dann ein energisches „härter verhandeln“, um Deckung zu bekommen? Eher nicht. Aber eine andere Argumentation ist möglich: nicht nur, wie riskant ein Standort ist, sondern wie beherrschbar ein Schadenfall wäre.

Wer glaubhaft zeigen kann: „Wir kennen unser Risiko bei Hochwasser und Starkregen genau – und wir haben die Schadenreaktion im Griff“, verändert die Diskussion in Richtung Risikoqualität.

Der wahre Schmerz heißt Betriebsunterbrechung

Bei Industrieunternehmen ist der Sachschaden oft nur ein Teil des Problems. Schwerer wiegt der Produktionsausfall. Wenn wir auf die letzten 50 Jahre unserer Projekthistorie blicken und Sanierungskosten mit dem BU-Schaden pro Tag vergleichen, kann einem fast schwindelig werden: der Schaden durch Betriebsunterbrechung ist um ein Vielfaches höher als der reine Sachschaden.

Sachwerte lassen sich mit Geld ersetzen – Reputation, Marktvertrauen und Lieferfähigkeit nicht. Wer nach einem Schaden einen belastbaren Plan hat, um die Betriebsunterbrechung zu minimieren, verbessert seine Risikoqualität – und damit seine Position im Markt.

Betriebsunterbrechung in den Griff bekommen

Auf den Punkt gebracht sind es drei Dinge, die entscheiden, ob eine Betriebsunterbrechung nur eine schwere Episode in der Unternehmensgeschichte sein wird oder das letzte Kapitel:

  1. Wer schnell handelt, begrenzt Schaden und Folgeschäden.
  2. Wer schnell die richtige Expertise vor Ort hat, kann schneller wieder liefern.
  3. Wer das Richtige richtig tut, spart Wochen.

Es mag überraschen, aber genau diese Fragen sind im Business Continuity Plan oft nicht geklärt. Verständlich: Wenn der Fokus sehr stark auf Prävention liegt, bekommt die Reaktion weniger Aufmerksamkeit.

Update für den Business Continuity Plan

Mit RED ALERT®, unserem Notfallreaktionsprogramm, liefern wir den Baustein, der fehlt: eine vertraglich geregelte, schnelle und prozesssichere Schadenreaktion. Mit dem Vertrag werden organisatorische Hürden vorab geklärt, damit Erstmaßnahmen sofort starten können. Und in Peak-Phasen nach Hochwasser und Starkregen erhalten RED ALERT®-Kunden Priorität und damit die Gewissheit, dass der globale Marktführer in der Sanierung genau dann bei ihnen steht, wenn sie ihn am dringendsten brauchen.

Am Ende muss der Kunde gewinnen – so oder so

Mit RED ALERT® haben Makler und Unternehmen einen Hebel, um Risikoqualität sichtbar zu verbessern: nicht über neue Präventionsforderungen, sondern über vorbereitete und priorisierte Schadenreaktion. Wenn dadurch Deckung möglich wird, ist das ein Gewinn. Und wenn es zum Schaden kommt, gibt es einen Plan, Priorität und eine echte Chance, die Betriebsunterbrechung auf ein Minimum zu reduzieren.

Bild von Alfred Wimmer

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