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Starkregen: Was tun bei Wasserschäden am Haus?

Starkregen

Wenn Starkregen Ihr Haus getroffen hat, gilt es keine Zeit zu verlieren. Wichtig ist jetzt vor allem: Schaden begrenzen und schnell professionelle Hilfe holen. Wasser dringt oft unbemerkt in Böden, Wände und Dämmungen ein.

Was jetzt sofort zu tun ist

Was zunächst nach einem kleinen Wasserschaden aussieht, kann innerhalb weniger Tage zu Schimmel, Materialzerfall und gesundheitlichen Risiken führen. Und dadurch zu höheren Sanierungskosten und einer längeren Sanierungsdauer.

1. An die eigene Sicherheit denken und Strom ausschalten

Sollte der Keller gefährdet und dort der Sicherungskasten sein, schalten Sie die Stromversorgung komplett ab. Alternativ können Sie die Sicherungen für gefährdete Bereiche abschalten. Denken Sie zuallererst an Ihre eigene Sicherheit.

2. Den Schaden dokumentieren und Versicherung informieren

Melden Sie entstandene Starkregen-Schäden so schnell wie möglich Ihrer Versicherung und dokumentieren Sie alle Schäden ausführlich.

3. Schadenminderung

Versicherungsnehmer sind in der Regel dazu verpflichtet, im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Schaden einzudämmen. Das kann auch bedeuten, ein professionelles Unternehmen wie BELFOR mit den ersten Maßnahmen zu beauftragen.

Welche Schäden typisch sind

Bei Starkregen geht es nicht nur um sichtbares Wasser. Viele Schäden sind zunächst unsichtbar. Typische Folgen sind:

  • Durchfeuchtete Wände, Böden und Decken
  • Wasser unter Estrich und in Dämmmaterialien
  • Schäden an Elektrik und technischen Anlagen
  • Schimmelbildung bereits nach wenigen Tagen
  • Geruchsbelastung durch Fäulnisprozesse

Ein häufiger Fehler ist es, den Schaden zu unterschätzen. Feuchtigkeit bleibt oft lange im Gebäude – auch wenn das Wasser bereits abgepumpt ist.

Warum schnelles Handeln entscheidend ist

Zeit ist ein kritischer Faktor. Bereits nach 24 bis 48 Stunden kann sich Schimmel bilden. Gleichzeitig beginnen Materialien wie Holz, Gips oder Dämmstoffe zu verfallen. Je länger gewartet wird:

  • desto höher werden die Sanierungskosten
  • desto größer wird der Schaden
  • desto länger dauert die Wiederherstellung

Deshalb gilt: Nicht abwarten, sondern sofort handeln.

Was Sie selbst tun können – und wo die Grenzen liegen

Nach einem Starkregen können Sie erste Maßnahmen ergreifen, wenn keine Gefahr durch Strom oder instabile Bauteile besteht. Dazu gehört:

  • Strom in betroffenen Bereichen abschalten
  • Grobes Wasser entfernen
  • Wertgegenstände sichern
  • Räume vorsichtig belüften

Allerdings stoßen Privatpersonen schnell an Grenzen. Normales Trocknen mit Lüften oder Heizungen reicht bei durchfeuchteten Bauteilen nicht aus. Wasser sitzt oft tief im Material und bleibt dort ohne professionelle Technik bestehen.

So läuft eine Schadensanierung ab

1. Erstmaßnahmen

  • Unsere Experten leiten sofort die notwendigen Erstmaßnahmen ein, um Folgeschäden (aufquellendes Holz / Leichtbauwände, Schimmelpilzbildung, Korrosion) zu minimieren.
  • Dazu zählen das Absaugen noch stehenden Wassers, die Sicherung von Möbeln und Elektrokleingeräten sowie das Entfernen betroffener Bodenbeläge und gegebenenfalls Tapeten.
  • Zur Unterstützung der Absaugarbeiten werden Trocknungsgeräte aufgestellt.

2. Trocknungsaufbau und -abbau

  • Der anschließende Aufbau der benötigten Trocknungsgeräte sollte zügig erfolgen, denn viele Materialien reagieren auf Feuchtigkeit. Hierzu bedarf es in der Regel einer Freigabe durch die Versicherung zur Kostenübernahme.
  • Die Trocknungsdauer richtet sich nach dem individuellen Durchfeuchtungsgrad der betroffenen Bereiche – das kann auch die Dämmschicht unter dem Estrich betreffen.
  • Vor dem Abbau der Trocknungsgeräte führen unsere Techniker eine Kontrollmessung durch. Ist der Prozess der Entfeuchtung erfolgreich abgeschlossen, erfolgt der Abbau der Geräte.

3. Wiederherstellung

  • Bei einem Unwetterereignis liegt der Fokus auf der schnellen, schadenmindernden Demontage und Trocknung.
  • Die anschließenden Wiederherstellungsarbeiten können wir auf Wunsch und in Absprache mit der Versicherung organisieren.
  • Koordiniert BELFOR die Wiederherstellungsmaßnahmen, kümmern wir uns um die notwendigen Gewerke – von Malern, Boden- und Fliesenlegern bis hin zu Heizungs- und Sanitärtechnikern.

4. Abnahme und Abrechnung des Schadens

  • Zuletzt erfolgt eine Abnahme der betroffenen Räume.
  • Sofern Sie eine Abtretungserklärung unterzeichnet haben (dies ist in der Regel für einen schnelleren Start hilfreich), wird die Rechnung bis zur Höhe der versicherten Leistung über Ihre Versicherung bei uns beglichen.
  • Sonderarbeiten können Sie mit uns direkt vereinbaren.

Vorsorge: So schützen Sie Ihr Gebäude besser

Auch wenn sich Starkregen nicht verhindern lässt, können Sie das Risiko reduzieren. Wichtig ist:

  • Rückstauklappen in der Kanalisation
  • dichte Kellerfenster und Türen
  • funktionierende Entwässerung rund ums Gebäude
  • regelmäßige Wartung von Abflüssen
  • lagern Sie wichtige Dokumente nicht im Keller

Zusätzlich sollten Sie prüfen, ob eine Elementarversicherung vorhanden ist. Vorsorge beginnt immer vor dem nächsten Unwetter.

Warum Starkregen immer häufiger Schäden verursacht

Starkregen tritt häufig plötzlich und lokal begrenzt auf. Innerhalb kurzer Zeit fallen enorme Wassermengen, die von Böden und Kanalisation nicht mehr aufgenommen werden können.

Das Problem: Auch Gebiete ohne klassische Hochwassergefahr sind betroffen. Wenn Abflüsse überlastet sind, drückt Wasser durch Kellerfenster, Türen oder sogar durch die Kanalisation zurück ins Gebäude.

Das bedeutet für Hausbesitzer: Niemand ist vollständig davor geschützt. Schäden entstehen oft innerhalb weniger Minuten.

FAQ zum Thema Starkregen

Wie schnell muss ich handeln?

Sofort. Je früher die Trocknung beginnt, desto geringer sind Schäden und Kosten.

Reicht Lüften nach einem Wasserschaden aus?

Nein. Feuchtigkeit sitzt oft tief im Material und muss technisch entfernt werden.

Wann sollte ich einen Profi rufen?

Im Grunde immer bei Wasserschäden durch Starkregen. Besonders, wenn Wände, Böden oder Dämmung betroffen sind.

Was passiert, wenn ich zu lange warte?

Es drohen Schimmel, gesundheitliche Risiken und deutlich höhere Sanierungskosten.

Übernimmt die Versicherung die Kosten?

Das hängt von Ihrer Police ab. Elementarversicherungen decken Starkregenschäden häufig ab.

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