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Januar 2018

Großbrand: Spezialverfahren verkürzen Produktionsausfall und BU-Schaden

Ein Brandschaden in einer Produktionshalle von der Größe eines Fußballfeldes stellt für jeden Sanierer eine Herausforderung dar. BELFOR setzt dafür bei einem aktuellen Projekt in Sachsen-Anhalt die Spezial-Verfahren Shrink Wrapping und SRF (Soot Removal Film) ein. Beide haben großen Anteil daran, dass Produktionsausfall und BU-Schaden reduziert werden.

Was war geschehen? An einem Freitagmittag in der Vorweihnachtszeit bricht in einem großen Industriebetrieb ein Feuer aus. Betroffen ist eine Produktionshalle von gigantischem Ausmaß: sie umfasst ca. 7.000 Quadratmeter Fläche und ist über 20 Meter hoch. Bereits am Samstag sind die Experten von BELFOR vor Ort und analysieren den Schaden: Alle Produktionsanlagen und Maschinen sowie das Inventar- und Lagergut sind mit Ruß und Rauchgas beaufschlagt. Das Gleiche gilt für Fußboden, Wände und Decke.

Abschottung durch Shrink Wrapping

Da Teile der Halle für die Fortsetzung der Produktion dringend benötigt werden, entscheidet man sich für eine Sanierung in Teilabschnitten. Der Vorteil: In den bereits gereinigten Bereichen kann die Arbeit dann sofort wieder aufgenommen werden. Möglich wird diese Zug-um-Zug-Sanierung durch die Installation von Schotts, die mit Gerüsten und Shrink Wrapping hergestellt werden. Dabei handelt es sich um ein Verfahren zur Herstellung von temporären Trennwänden mit Spezialfolie, die die sanierten Bereiche von den unsanierten abschotten. So wird sichergestellt, dass keine Rußpartikel in die sanierten Teilabschnitte eindringen und diese rekontaminieren können. Mit der Nutzung von Shrink Wrapping hat BELFOR bereits jahrelange Erfahrung. Zu den spektakulärsten Einsätzen, die europaweit große Beachtung fanden, zählt die Sanierung des Flughafens in Rom, der nach dem Großbrand 2016 von BELFOR saniert wurde. So war auch die Herstellung von Trennwänden für die kontaminierte Halle in Sachsen-Anhalt, es ging hier jeweils um Schott-Größen von knapp 1.000 Quadratmetern, kein Problem.

Einsatz von SRF: Zeitersparnis-Faktor 2-3

Bei der Sanierung der kontaminierten Decken- und Wandflächen kommt ein weiteres Spezial-Verfahren zum Tragen: SRF, ein innovativer Rußentfernungsfilm. Aufgrund der besonderen Raumsituation stellt SRF für das betroffene Unternehmen die zeitsparendste Lösung dar. Die extreme Raumhöhe erfordert überproportional viel Gerüstbau, und dort auf dem Gerüst findet immer nur eine begrenzte Anzahl von Sanierern Platz. Da das Aufsprühen des Filmes nur geringe Manpower-Kapazitäten erfordert, können in kürzester Zeit große Flächen bearbeitet werden. Der Film bindet die schädlichen Partikel und kann nach 24 Stunden rückstandslos wieder entfernt werden. Eine herkömmliche Sanierung würde mindestens zwei- bis dreimal länger dauern. Bei den Raumdimensionen der betroffenen Halle geht es um viele Wochen und Monate.

„Wir setzen bei jeder Schadensanierung die Verfahren ein, die sinnvoll sind, um das Ziel des Kunden und des Versicherers zu erreichen,“ führt  Michael Rapp, Geschäftsführer BELFOR Deutschland, aus. „Bei dem aktuellen Projekt in Sachsen-Anhalt geht es darum, die Produktion so schnell wie möglich wieder zum Laufen zu bringen.“

Seit Dezember letzten Jahres ist BELFOR mit einem Team von über 100 Mann vor Ort. „Wir haben nicht nur die Manpower, um Großschäden schnell zu beheben, sondern es gehört auch zur BELFOR Philosophie, alles in unserem Rahmen Mögliche zu tun, um eine lange, kostenintensive Betriebsunterbrechung für unsere Kunden zu vermeiden“, so Rapp. Die Fertigstellung des ersten Teilabschnitts der Halle wird im Februar 2018 erwartet.