Großbrand in der Geflügelproduktion: Wiederherstellung in Rekordzeit
Case Study aus dem Archiv · Erstveröffentlichung 2016

Was ist passiert?
Am Ostermontag, dem 28. März 2016, brach gegen 13:00 Uhr ein Feuer aus. Als Ursache wurde ein technischer Defekt festgestellt. Der Bereich Lebendtierannahme und Schlachtung wurde vollständig zerstört. Im Bereich Ausnehmen/Zurichten sowie in der Verpackung kam es zu starker Verrußung. Die PAK-Werte waren extrem hoch; Chlorid war nur in einzelnen Bereichen teilweise erhöht.
Drei Stunden später
Um 16:00 Uhr wurde BELFOR hinzugezogen. Vorgabe war, bereits ab dem 29. März 2016 mit einem kleinen Team Sofortmaßnahmen zu starten. Ebenfalls am 29. März erfolgten Probenahmen durch Chemie-Experten, und die Unterbringung für den Mehrschichtbetrieb wurde organisiert.

Schadenmanagement in Extremsituationen
Am 29. März 2016 wurde nach mündlicher Beauftragung durch das betroffene Unternehmen ein Großschadenteam eingesetzt und eine effiziente Logistik aufgebaut. Gerüstbau und Mehrschichtbetrieb starteten sofort – parallel zur Wiederherstellung aller Schaltschränke und Einheiten.
Extrem verkürzte Betriebsunterbrechung
Maschinenbau-Experten unterstützten dabei Demontage und Wiedermontage. Dadurch konnten die wiederhergestellten Bereiche am 11. April nach insgesamt 82.700 Arbeitsstunden termingerecht übergeben werden.
Ausnehmen/Zurichten und Verpackung liefen ab dem 18. April wieder an – mit über 100.000 verarbeiteten Hühnern. Unterstützt wurde das Projekt durch BELFOR-Teams aus Hamburg, Bremen, Hannover, Berlin, Duisburg, Köln, Stuttgart und München.

Sanierung mit 900 Mitarbeitenden
In der Spitze waren bis zu 900 Mitarbeitende im Einsatz, davon 30 aus dem Bereich Elektorniksanierung. Insgesamt wurden 82.700 Arbeitsstunden geleistet. Zum Einsatz kamen 500-bar-Hochdruckreiniger.
Außerdem wurden große Trockner bereitgestellt, um während der Beschichtungsarbeiten an der Decke das erforderliche Klima zu halten. Zusätzlich unterstützte das Team beim Auf- und Abbau von Flächengerüsten.