Brandschaden in Düsseldorfer Lebensmittelmühle: Sanierung in vier Monaten
Case Study aus dem Archiv · Erstveröffentlichung 2011

Wie der Brand entstand
Düsseldorf, 15. September 2011: Der Brand in der Fortin‑Mühle begann mit einem unscheinbaren Auslöser: Ein kleines Metallteil verkeilte sich zwischen zwei Walzen und begann zu glimmen. Dieses Teil fiel anschließend in den Luftbetttrockner, wo Produktrückstände sofort Feuer fingen. Von dort griffen die Flammen auf Kabelstränge über und erreichten innerhalb kurzer Zeit die höheren Etagen des Gebäudes. Als die Feuerwehr eintraf, stieg dichter Rauch aus dem fünften Stock auf, und der sechste Stock stand bereits in Flammen.
Schwierige Löscharbeiten
Die Brandbekämpfung gestaltete sich kompliziert, weil die Mühle ein weitläufiges und mehrstöckiges Produktionsgebäude ist. Die Anlage erstreckt sich über zehn Etagen und zwei Kellerebenen. Um alle Brandherde zu erreichen, mussten Einsatzkräfte Teile des Gebäudes öffnen. Die intensive Hitze in den oberen Bereichen verlangte zudem häufige Ablösungen der Teams, um die Sicherheit der Feuerwehrleute zu gewährleisten. Gleichzeitig bestand jederzeit die Gefahr, dass sich das Feuer weiter ausbreitet.
Was die Mühle auszeichnet
Die Fortin‑Mühle gehört zu den auffälligsten Gebäuden im Düsseldorfer Hafen und zählt zu den modernsten Mühlen Europas. Sie wurde mit zukunftsorientierter Technik im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Landtags errichtet. Seit ihrer Inbetriebnahme produziert sie verschiedene Getreideprodukte wie Hafer‑, Weizen‑, Mais‑ und Roggenerzeugnisse. Dazu gehören unter anderem Flocken für Backwaren und Cerealien. Das Unternehmen selbst blickt jedoch auf eine deutlich längere Geschichte zurück und feiert im August sein achtzigjähriges Bestehen.
Oberste Priorität: Hygiene
Nach dem Brand lag der Fokus auf der schnellen und vollständigen Wiederherstellung hygienischer Standards. Eine chemische Untersuchung ergab eine erhöhte Chloridbelastung auf vielen Oberflächen. Um eine sichere Produktion im Lebensmittelbereich zu garantieren, wurden die zuständigen Lebensmittelbehörden der Stadt Düsseldorf sofort in die Sanierungsplanung eingebunden. Ihre Erfahrung war entscheidend, um saubere Abläufe zu gewährleisten, ohne die Qualität der Produkte zu beeinträchtigen.

Nur vier Monate Betriebsunterbrechung
Trotz des großen Schadens musste die Mühle möglichst schnell wieder betriebsfähig sein. Die Sanierungsmaßnahmen wurden zügig, aber sorgfältig umgesetzt. Die meisten Zeitpläne konnten eingehalten werden. Nach vier Monaten war die Fortin‑Mühle vollständig saniert und konnte den regulären Betrieb wieder aufnehmen.