Brand im Düsseldorfer Flughafen

Case Study aus dem Archiv · Erstveröffentlichung 1996
Ausgelöst durch Schweißarbeiten, bricht am 11. April 1996 im Düsseldorfer Flughafen ein Feuer aus, das als eine der größten Brandkatastrophen in die deutsche Nachkriegsgeschichte eingehen wird. 17 Menschen verlieren ihr Leben, 80 werden zum Teil schwer verletzt.
Auch die Schadensbilanz ist verheerend:
Terminal A ist völlig zerstört; weite Teile des übrigen Flughafenge- bäudes sind durch die enorme Hitze stark beschädigt und durch hochgiftige dioxinhaltige Brandniederschläge sowie durch Schadstoffe wie Asbest, PCB und PAK ver- seucht. Der zweitgrößte Flughafen Deutschlands steht still. Um eine schnelle Wiederaufnahme des Flugbetriebs zu gewährleisten, ist sofortige Hilfe gefragt.
Bereits drei Stunden nach der Schadensmeldung trifft ein 35-köpfiges Experten-Team von BELFOR ein, um die Lage zu sondieren und auf Basis der ersten Aussagen der chemischen Sachverständigen eine erste Bestandsaufnahme zu machen. Einen Tag nachdem die Baustelle eingerichtet wurde, starten am nächsten Tag die umfassenden Sanierungsarbeiten.
In einem Drei-Schicht-Betrieb mit insgesamt 450 Mitarbeitern konzentrieren sich die Instandsetzungsarbeiten zunächst auf die Fluggastbrücken, den Tower und die Wetterwarte. Dann erfolgt die Sanierung von Terminal C. Gleichzeitig kümmert sich die Sanierungsmannschaft um alles Weitere, was für den Not- betrieb bzw. die Wiederaufnahme des Flugverkehrs nötig ist, wie Counter, Kofferbänder und Ähnliches. Im Terminal C wird der Brandbereich vollständig entkernt, nicht sanierbare Teile werden entsorgt, Gebäudeoberflächen gründlich gereinigt.
Leistung von BELFOR
Großflächige Sanierung des Terminals C: Counterbereiche mit Kofferübergabe- bzw. Labelbändern und Gepäckwaagen, Gepäckausgabe mit Kofferbändern, Zollkabinen, Personalkontrollschleusen, Monitore Abflug und Ankunftsinformationen, Tower inkl. Tower-Technik, Fluggastbrücken (Finger), Busgates, Wetterwarte, Rolltreppen und -steige, unterirdische Versorgungsstraße (Steuerungstechnik, Energien, Kommunikation), Zollbereiche mit Asservatenkammer, Caterer, Duty-free-Shops, Büros, Shopping-Zone, Lounges, komplette IT Sanierung im Terminal A, Dokumente und Akten,