BELFOR Sofortmassnahmentipps

Tipps für Betroffene nach Wasserschäden

Wenn Wasser erst mal fliesst, findet es immer einen Weg und gelangt dabei in verborgene Hohlräume, Dämmschichten oder Holzbalkendecken. 
 
Was können Sie tun?
  • Bei Leitungswasserschäden die Wasserzufuhr stoppen: Absperr- oder Hauptwasserhähne  schliessen.
  • Stromzufuhr unterbrechen: Schalten Sie Sicherungen ab und nehmen Sie keine elektrischen  Geräte in Betrieb (gemäss VDE 0105 gegen Wiedereinschalten sichern).
  • Schliessen Sie Öffnungen provisorisch.
  • Einrichtung solange durch Abdeckungen, Barrieren schützen, bis kein Wasser mehr läuft oder  tropft.
  • Benachrichtigen Sie die Feuerwehr oder den Notdienstleister.
  • Lüften Sie den betroffenen Bereich.
  • Bewahren Sie beschädigte Gegenstände zu Dokumentationszwecken auf.
  • Betroffene Dokumente/Akten nicht trennen oder zerlegen, sondern feucht halten.
Sofortmassnahmen:
  • Verbleibendes Mobiliar hochstellen und mit Plastikkeilen (Holzkeile wegen möglicher Verfärbungen mit Folie vom Möbelstück isolieren) unterlegen, damit diese nicht im Wasser stehen oder auch von unten trocknen können. Oder tragen Sie es aus dem Schadenbereich heraus.
  • Nasse, durchfeuchtete Einrichtungsgegenstände (Möbel, Vorhänge, Teppiche u.a.) entfernen.
  • Wasser möglichst sofort vom Fussboden und von Bodenbelägen aufnehmen oder absaugen.
  • Gezieltes Bergen und Aussortieren der wichtigsten Dokumente und Akten. Z.B. Nasse Bücher und Dokumente in Tüten, Folie oder Wachspapier einschlagen. Bücher und Dokumente nach Prioritäten ordnen und lagern. Die gestapelten oder verpackten Bücher beschriften. Dokumente oder Bücher, die nicht sofort fachkundig getrocknet werden, im Gefrierfach des Kühlschranks oder im Gefrierschrank/-truhe einfrieren.
  • Zustand des Schadens so ausführlich wie möglich mittels Fotos, Videos, Protokoll dokumentieren.
  • Informieren Sie Ihren Versicherer, wenn Sie eine Gebäude- und/oder Hausratsversicherung abgeschlossen haben und besprechen Sie mit ihm das weitere Vorgehen.
 
Erste Hilfe – systematisch, professionell und kontrolliert.
Wir sind rund um die Uhr erreichbar und innerhalb kürzester Zeit vor Ort. Mit modernster Messtechnik wird der IST-Zustand analysiert und dokumentiert. Auf Basis der Schadensaufnahme erstellen wir einen fundierten Aktionsplan und ein präzises Angebot.
 
Ist die Ursache des Schadens nicht ersichtlich, oder handelt es sich um ein verdecktes Leck im Leitungsnetz, können unsere Leckortungs-Fachkräfte helfen.
 
Mögliche Erstmassnahmen:
  • Wenn Trocknungsmassnahmen aus technischen oder zeitlichen Gründen nicht möglich sind (Trocknungsausrüstung fehlt, kein Strom bei Überschwemmungen), können technische Einrichtungen, Maschinen oder Elektronik mit geeigneten Korrosionsschutzmitteln    entwässert und konserviert werden.
  • Bei stark oder völlig durchnässten Wänden sind bei Böden und Decken dringend besondere Trocknungsanstrengungen und zusätzliche Desinfektionsmassnahmen zu treffen, um Schimmelpilzbildung auf allen Oberflächen und in der Gebäudestruktur zu unterbinden.
  • Trocknungs- und/oder Desinfektionsmassnahmen müssen sofort gestartet werden.
  • Die Trocknungsmassnahmen sollten die relative Luftfeuchte möglichst schnell unter 40% bringen, da sonst die Gefahr der Schimmelpilzbildung stark ansteigt.
  • Inventar wird mit Luftentfeuchtern oder Kondensations-Heiztrocknern schonend getrocknet. Holz nicht zu schnell bei zu hohen Temperaturen (max. 40 °C) oder über die Ausgleichsfeuchte hinaus trocknen, da es sonst reissen kann.
 
Nach Durchführung der Erstmassnahmen werden je nach Grad der Durchfeuchtung und den räumlichen Gegebenheiten unterschiedliche Geräte zur Oberflächentrocknung eingesetzt. Nach erneuter Messung der Feuchtigkeitswerte erfolgt die Installation zur Detailtrocknung von Hohlräumen, durchnässten Dämmungen und Holzbalkendecken. Während des gesamten Trocknungsprozesses - durchschnittliche Dauer 10-14 Tage - erfolgen regelmässige Kontrollen. Alle Geräte werden regelmässig geprüft und die aktuellen Feuchtigkeitswerte gemessen. Alle Messdaten werden präzise dokumentiert, bei Abweichungen reagieren wir sofort. 
 
Das Protokoll ist am Ende der Arbeiten auch gleichzeitig das Abnahmedokument, das eine nachvollziehbare Rechnungslegung ermöglicht und die Trocknung dokumentiert.